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Tattoos und Stilarten von Konstantin 

Tattoos können – wie andere Kunst – in verschiedene Stile unterteilt werden. Die meisten Leute, die ein Tattoo wollen, wissen selten, welche Tattoo-Stile es gibt. Aber das erwartet niemand, wir können Ihnen helfen und sagen Ihnen den genauen Stil.

Die folgenden Kategorien werden verwendet, um Stile zu identifizieren und Muster auszuwählen. Unter jedem Stil empfehlen wir den Tätowierer, der den Stil am besten benennen kann.

SCHWARZ & GRAU (schwarz und weiß)

Black & Grey war ursprünglich ein Muster aus schwarzer Tinte, daher verdünnte der Tätowierer das Schwarz mit destilliertem Wasser. Diese Kombination führt zu helleren Tönen. Einige Tätowie

rer mischen Weiß und Schwarz, um das gleiche Ergebnis zu erzielen, aber dies ist eine eher ungewöhnliche Praxis. Schwarz-graue Tattoos kommen aus dem Gefängnis, da es keine Möglichkeit gibt, das Tattoo zu färben. Jack Rudy und Charlie Cartwright machten diesen Stil später weithin bekannt und demonstrierten die sogenannte “Single Needle” Tattoomaschine zur besseren Farbgebung. Dieser Stil ist zum Abdecken geeignet.

ORIENTAL

Die Geschichte des japanischen Tätowierens geht bis zur frühen Steinzeit zurück, wissenschaftliche Befunde könnten bisher trotzdem nicht aufgezeigt werden. Die frühesten Befunde sind aus der Yayoi Zeit und haben spirituelle Bedeutungen. In der Kofun Zeit haben sich die Bedeutungen der Tattoos verändert, weil sie hauptsächlich zur Markierung der Kriminellen gedient haben. Tausend Jahre später hat sich die Tradition des japanischen Tätowierens mit der Erscheinung der Yakuzas verknüpft und ist dann auch nach Westen angekommen.

 

 

 

 

REALISTISCH (realistisch, Fotostil)

Aufgrund seiner fotoähnlichen Wirkung ist der realistische Stil in letzter Zeit sehr beliebt geworden. Das Ziel eines Tätowierers ist es, der Haut einen lebensechten Ausdruck zu verleihen. Aber Sie werden nicht nur von Porträts von Menschen oder Tieren gestochen, sondern auch von allerlei wunderbaren Kreaturen, vor allem weil es sehr realistisch aussieht.

FLORA & FAUNA (Tiere und Pflanzen)

Dies ist weniger ein Stil als ein Thema – Pflanzen und Tiere decken tatsächlich realistische Porträts von Tieren und Pflanzen ab. Ziel ist es, die Realität der Lebenswelt zu zeigen und die Liebe und Ehre für die Natur auszudrücken. Verwenden Sie dunkle Blumen und Schatten, um Buchstaben und kleinere Muster gut abzudecken.

Portrait Tattoos (Porträt Tattoos)

Portrait Tattoos zählen zu den am schwierigsten umzusetzenden Tattoos und benötigen sehr viel Geduld und Genauigkeit. Insbesondere sind feine Schattierungen von großer Bedeutung. Damit das Portrait nach dem Abheilen nicht zu hell ist, wird es bewusst dunkler gestochen.

OLD SCHOOL (Traditioneller Stil)

Dieser Stil nennt sich auch „American“, weil dieser eng mit der westlichen Geschichte der Tätowierung verknüpft ist. Old-school war auch unter den Seemännern sehr b

eliebt. Wie die anderen Stilarten, hat auch dieser Stil im Laufe der Zeit einige Veränderungen nicht nur technisch, sondern auch bezüglich des The

mas erlebt. Zum Beispiel während der Weltkriege waren hauptsächlich die für die Soldaten wichtige Themen populär. Der Old-school Stil wird von farbigen Motiven charakterisiert und die beliebtesten von denen sind: Hula Tänzerin, Schädel, Anker, Wolf, Schiff  – die sog. Sailor Jerry Motive.

NEW SCHOOL

Die New-school Tattoos fallen unter keine konkrete Kategorie, weil sie keiner Tradition folgen. Für diesen Stil gibt es aber nichts Unmögliches! Die Merkmale sind kühne, starke Konturlinien und knalle Farben, die meistens wie Zeichentrickfilm Elemente aussehen. Auch für Cover-ups geeignet.

TRASH POLKA (Buena Vista Stil)

Man kennt diesen Stil als Trash Polka, Realistic Trash Polka oder Buena Vista, weil diese Stilart aus den Buena Vista Tattoo Studios stammt. Dies ist ein junger Tattoostil und enthält realistische und minimalistische Elemente. Die meisten benutzten Farben sind schwarz, grau und rot. Kombiniert werden hier fotoähnliche Portraits und Motive mit Schriften, Punkte und Farbenflecken. Diese Tattoos bzw. Bilder schaffen eine große optische Spannung. Für Cover-ups ist der Stil nur teilweise geeignet.

BLACKWORK

Blackwork Tattoos sind unterschiedlich bewertet, da dieser Stil sehr individuell ist, obwohl die Motive meistens einfach, technisch trotzdem schwierig durchzuführen sind. Nehmen wir z.B. den größten Star dieser Stilart, den Franzosen Yann Black und wir werden sofort verstehen, worum es hier geht. Auf den Tattoos sind komische Einlinienfiguren ohne Schattierung und Farbe zu sehen.
Blackwork basiert oft auf verschiedenen tribal Tattoos mit fundamentaler Tradition. Blackwork ist für Cover-ups perfekt geeignet.

 

MAORI, POLINESISCH, SAMOANER (Stammestätowierung)

Wenn wir über Stammtätowierungen reden, hören wir meistens die obengenannten Namen. In der modernen Welt sind diese Motive wegen ihrer an der Muskulatur angepassten Gestaltung sehr populär. Für diese Tattoos gibt es keine Schablone, nach der Besprechung der Grundfiguren mahlt der Tätowierer den Rest mit freier Hand auf die Haut. Die Symbole, aber auch die kleinere Linien haben große Bedeutung, sie erzählen oft eine ganze Lebensgeschichte. Die originale Stammestätowierungen haben den Rang und die Position in der Gesellschaft gezeigt. Dwayne „The Rock“ Johnson, der übrigens über samoanische Vorfahren verfügt, hat die Bekanntheit dieses Stils erweitert. Für Cover-ups ist dieser Stil nur bei kleineren vorhandenen Motiven geeignet.

BIOMECHANICAL (Biomechanischer Stil)

Biomechanischer Stil wirkt in der Welt des Tätowierens so, wie Renaissance in den zeitgenössischen Künsten. Der Terminator unter unserer Haut ist angekommen, die robotische Tattoos erobern uns. Dieses Thema ist eigentlich den Hollywood-Filmen der achtziger Jahre zu danken, in denen der Mensch als Roboter bzw. Cyborg erschienen ist. Denken wir an Ridley Scotts Alien oder an H.R. Giger, der einen Oscar für das visuelle Design bekommen hat. Danach kamen die Neunziger als solche geniale Tätowierer, wie Guy Aitchison und Aaron Cain die Grundlagen dieses Stils (Muskel trifft Metall) entwickelt haben. Bis heute ist der biomechanischer Stil sehr weit gekommen, hauptsächlich durch solchen Künstlern wie Ron Earhart, Nick Baxter, Carson Hill oder Nathan Kostechko. Der Stil ist (vom Motiv abhängig) auch für Cover-ups geeignet.

WATERCOLOR (Wasserfarben Stil)

Dieser Stil steht nahe an Malerei und ruft oft großzügige, sehenswerte Werke auf. Schrille Farben und unbeschränkte Möglichkeiten sind für diesen Stil charakteristisch. Die Motive und Linien werden oft verflossen und an manchen Stellen passen sie sich nicht mal an. Die negative Räume heben die Wirkung von Watercolor hervor und deswegen ist dieser Stil für Cover-ups nur beschränkt geeignet.

DOTWORK (Punktierter Stil)

Dotwork Tattoos bestehen ausschließlich aus Punkten, hier werden keine Linien gezogen. Diese sieht man aber von größerer Distanz nicht, weil unsere Augen getäuscht werden und die Punkte als Linien oder Schattierungen wirken. Dotwork ist sehr eigenartig, aber er kann auch mit anderen Stilen vermischt werden, wie es oft bei Mandalas der Fall ist, wo die Konturlinien mit Punkten ausgefüllt werden. Die meisten Motive sind schwarz-weiß, es gibt aber auch bunte Kreaturen, die sehr individuell aussehen. Der Stil ist für Cover-ups nicht geeignet.

GEOMETRIC (Geometrischer Stil)

Geometrie bedeutet Symmetrie und Perfektion, deshalb sind die geometrischen Tattoo Designs durch gerade Linien und perfekte Formen gekennzeichnet. Ein geometrisches Motiv ist in der Regel extrem aufwendig, deshalb lassen sich solche Tattoos nur von einem erfahrenen Tätowier-Künstler stechen. Dabei spielt jedes kleine Detail eine große Rolle für den Gesamtentwurf. Neben Dotwork Tattoos und minimalistischen Designs erfreuen sich heilige Geometrie Formen und Symbole einer zunehmenden Beliebtheit.

Graphic-Style (Grafischer Stil)

Unter dem Begriff Graphic-Style wird beim Tätowieren all jenes zusammengefasst, was irgendwie  »arty« wirkt, sprich künstlerisch verfremdet wurde. Ein Tattoo, das mit wilden Schnörkeln, Strichen, typografischen Ergänzungen ausgeschmückt wurde, wird häufig als Graphic-Style-Tattoo bezeichnet, die Bandbreite innerhalb dieses Stils ist groß. Prinzipiell kann man sagen, dass es sich zumeist um sowohl form- als auch farbreduzierte Tätowierungen handelt.